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Untersuchung auf Legionellen

Wie erfolgt die Beauftragung des G+S Labors?

Wenn Sie von der Untersuchung Ihrer Anlage auf Legionellen betroffen sind (s.u.), müssen Sie Ihre Großanlage ohne Aufforderung dem zuständigen Gesundheitsamt melden, es besteht Anzeigepflicht. Anschließend können Sie unser Labor mit der Probenahme und Untersuchung auf Legionellen beauftragen.

Wie erfolgt die Probenahme durch das G+S Labor?

Zunächst findet eine orientierende Untersuchung statt. Dazu müssen mindestens 3 Proben durch einen qualifizierten, geschulten Probenehmer entnommen werden. Einen Termin für die Probenahme sprechen wir mit Ihnen ab. Folgende Probenahmestellen sind dabei vorgeschrieben:
• Eine Probenahmestelle an jedem Steigstrang, d.h. in den Stockwerkszuleitungen an der am weitesten vom Trinkwassererwärmer liegenden Zapfstelle.
• Eine Probenahmestelle am Austritt des Trinkwassererwärmers – hier kann die zum Trinkwassererwärmer nächstgelegene Warmwasserzapfstelle beprobt werden.
• Eine Probe am Eintritt in den Trinkwassererwärmer in der Zirkulationsleitung (ggf. muss an dieser Stelle ein Zapfhahn durch einen Installateur angebracht werden).
Bitte beachten Sie, dass Ihnen zum vereinbarten Termin alle Probenahmestellen bekannt und zugänglich sind. Es ist notwendig, dass ein Verantwortlicher unseren Probenehmer zu den entsprechenden Zapfstellen begleitet. Die Entnahme jeder Probe dauert etwa 10 Minuten und wird genau protokolliert.

Wie erfolgt die Analyse durch das G+S Labor?

Die entnommenen Proben werden in unser Labor gebracht und dort nach Vorschrift analysiert. Das nimmt etwa zwei Wochen in Anspruch. Werden keine verdächtigen Kolonien gefunden, ist die Analyse abgeschlossen. Sollte jedoch ein Wachstum verdächtiger Keime auftreten, so erfolgen weitere Tests. Mit diesen wird bestätigt bzw. ausgeschlossen, dass es sich bei den verdächtigen Keimen um Legionellen handelt (Bestätigungsanalyse). In jedem Fall erhalten Sie nach Abschluss der Analyse einen Prüfbericht mit den Ergebnissen und einer fachlichen Beurteilung. Bei positivem Legionellen-Befund informieren wir Sie über die Anzahl der gefundenen Kolonien. Diesen Bericht müssen Sie innerhalb von zwei Wochen nach Abschluss der Analyse an das Gesundheitsamt schicken.

Wie setzen sich die Kosten für die Probenahme und Analyse zusammen?

Wir berechnen die Preise unserer Analysen nach Aufwand. Wir haben Pauschalbeträge festgelegt für:
• die Anfahrt zum Probenahmeort
• Entnahme und Erstuntersuchung der Einzelprobe
• Bestätigungsanalyse, diese wird nur fällig, wenn verdächtige Keime wachsen, die als Legionellen bestätigt bzw. ausgeschlossen werden müssen

Was sind Legionellen?

Legionellen können in geringen Konzentrationen überall im Wasser vorkommen. Sie vermehren sich nur langsam bei Temperaturen unter 20°C. Bei Wassertemperaturen zwischen 25 und 45°C können sie sich optimal vermehren, während sie oberhalb von 60°C absterben. Eine Absenkung der Warmwassertemperatur auf unter 55°C, mit dem Ziel der Energieeinsparung, begünstigt das Legionellenwachstum. Ebenso lange Standzeiten des Wassers oder Ablagerungen und Biofilme im Rohrleitungssystem.

Legionellen sind Bakterien, die eine Lungenentzündung (“Legionellose” oder “Legionärskrankheit”) auslösen können, die unter Umständen zum Tod führt. Symptome wie Unwohlsein, Kopf- und Gliederschmerzen, Husten, Durchfälle und Verwirrtheit können die Legionellose begleiten. Viel häufiger tritt jedoch das “Pontiac-Fieber” auf. Dabei handelt es sich um eine grippeähnliche, fiebrige Erkrankung, die meistens ohne Lungenentzündung wieder abheilt. Eine Infektion erfolgt durch das Einatmen von legionellenhaltigem Aerosol z.B. beim Duschen. Ob eine Person durch den Kontakt mit Legionellen erkrankt, hängt von der Anzahl der Legionellen ab, die in die Lunge gelangen, sowie vom Gesundheitszustand der betroffenen Person. Ältere und kranke Menschen sind besonders gefährdet.

Wer ist verpflichtet sein Wasser auf Legionellen untersuchen zu lassen?

Betroffen sind neben öffentlich genutzten Gebäuden auch Unternehmer oder Inhaber von Trinkwasser-Installationen,
• die eine Großanlage zur Trinkwassererwärmung betreiben: „Großanlagen zur Trinkwassererwärmung“ sind gemäß der technischen Regeln des DVGW Arbeitsblatt W551: Warmwasserbehälter mit einem Speichervolumen größer als 400 Liter und/oder Rohrleitungen, in denen sich mehr als 3 Liter Warmwasser zwischen Ausgang des Trinkwassererwärmers und der Entnahmestelle befinden
• die Trinkwasser im Rahmen einer gewerblichen oder öffentlichen Tätigkeit abgeben (hierunter fallen auch Mehrfamilien- und Mietshäuser mit o.g. Großanlagen)
• die Duschen oder ähnliche Einrichtungen vorhalten, in denen es zu einer Verneblung des Trinkwassers kommt.
Generell sind Eigenheime, Ein- und Zweifamilienhäuser, sowie Häuser mit Anlagen, deren Warmwasservolumen unterhalb der o.g. Bedingungen liegen, nicht betroffen.

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